Anbindung an ein Praxisnetzwerk

Das Plusoptix Messgerät kann Patienten- und Messwertdaten über das Netzwerk austauschen. Hierzu muss das Praxisnetzwerk-System Dateien mit Patientendaten erzeugen und der Plusoptix-Software zur Verfügung stellen. Nach jeder Messung werden von der Plusoptix Software Messwerte exportiert wiederum als Dateien erzeugt, die dann in das Praxisnetzwerk wieder importiert werden können.

 

Anbindung eines plusoptiX 09 Gerätes

Ein plusoptiX 09 Gerät kann ein Screener (Vision Screener, S09, Lucy) oder ein Autorefraktor  (A09, Emily) sein. Das Gerät ist Linux-basiert, gibt aber ein Verzeichnis names "transfer" in das Windows-Netzwerk frei (hiezu wird kein Passwort benötigt).

 

Gehen Sie bei der Anbindung bitte wie folgt vor:

  1. Vorraussetzung zur Anbindung ist ein DHCP-Server. Sie können hierfür entweder auf einem Windows-Desktop-Rechner eine kostenlose Anwendung installieren, bei Windows-Servern den entsprechenden Dienst aktivieren oder einen Router in das Netzwerk einbinden. Ist ein solcher DHCP-Server in Betrieb, erhält der plusoptiX A09/S09 automatisch eine IP-Adresse.
  2. Starten Sie das plusoptiX Gerät und stellen unter "Einstellungen"->"GDT" den Hostnamen ein. Danach muss das Gerät einmalig neu gestartet werden (Schalter kurz aus- und wieder einschalten). Anschließend ist unter dem eingestellten Namen (z.B. "plusoptix" --> \\plusoptix)  ein Verzeichnis "\transfer" im Windows-Explorer Ihres Windows-Rechners verfügbar. Binden Sie nun diese Freigabe auf Ihrem Rechner ein, auf dem das GDT-Server-System läuft (z.B. durch Zuweisung eines Laufwerksbuchstabens)
  3. Stellen Sie nun die IDs entsprechend der Vorgaben des Netzwerkanbieters ein. Die daraus resultierenden Dateinamen und -Pfade entnehmen Sie den darunterliegenden Feldern. Ferner wählen Sie ein Ausgabeformat: In Deutschland in der Regel "gemäß GDT-Standard" (außer bei Turbomed TMA, Fidus). Die Einstellungen werden bei Verlassen des jeweiligen Feldes übernommen.
  4. Wählen Sie, ob ein Screenshot ("Messung als Bild übertragen") übertragen werden soll. Dieser liegt dann - falls gewünscht - für jede Messung als Datei im gleichen Verzeichnis mit dem gleichen Namen wie die Ausgabedatei, jedoch mit der Endung "png" ergänzt vor.
  5. Übertragen Sie nun einen Patientendatensatz. Wird der Datensatz gelöscht, so ist das Format korrekt und die Patientendaten erscheinen nach wenigen Sekunden im Feld "1) Patientendaten". Sie müssen innerhalb der plusoptiX-Software hier nichts weiter tun. (also bitte nicht "nächster Patient" klicken!).
  6. Starten Sie eine oder mehrere Messungen (Auslöser betätigen, hierfür fragen Sie bitte das Personal). Prüfen Sie entstandenen Dateien im "transfer"-Ordner. Wenn Sie mehrere Messungen nacheinander durchführen, wird für den übertagenen Patientendatensatz mehrere Ausgabedateien erzeugt (Suffix zählt von 001 hoch).

Bitte beachten Sie:

  • Die Dateien werden UTF-8 kodiert. D.h. Umlaute im latin-1-Format werden falsch angezeigt. Ab Version 5.0.12.0: Sie können mit dem Feld 9206 = 3 das Windows-Format CP1252 anfordern und erhalten daraufhin die gewünschte Formatierung.
  • Die Dezimaltrenner der Messwerte sind von der eingestellten Sprache abhängig, d.h. mit einer deutschen Oberfläche erhalten Sie Float-Zahlen mit Kommas.
  • Patientendaten-Dateien (input/Eingabedateien) werden alle zwei Sekunden eingelesen. Ein Neustart der Software ist dafür nicht nötig.
  • Erscheint ein extra Fenster mit Fehlermeldungen kurz nach der Übertragung, so gibt sollte diese Meldung Hinweise auf die Ursache bei Übertragungsfehlern geben, falls nicht, teilen Sie uns den genauen Wortlaut der Meldung zusammen mit der Versionsnummer mit. Wenn Sie diese Meldung schließen, startet die Software automatisch neu.  
  • Falls der Kunde das Gerät schon längere Zeit besitzt, empfehlen wir immer ein Update auf die neueste Software-Version, um Fehler bei der Anbindung auszuschließen. Es besteht die Möglichkeit Ihnen ein Update zukommen zu lassen. Bitte teilen Sie uns das rechtzeitig mit.

 


Für die Ausgabe der Ergebnisse gibt es zwei Formate:

GDT mit Plusoptix-Erweiterungen ("international")

Da unser plusoptiX Gerät mehr Daten erfasst und abspeichern kann, wurde der GDT-Standard von uns erweitert. D.h. wir exportieren mehrere Datenfelder, welche in der offiziellen GDT-Spezifikation nicht vorkommen. Dies bedarf eines Import-Filters für das Praxisnetzwerksystem, damit die Daten abgespeichert werden können. Dies muss vom Hersteller geschehen.

Hierzu beachten Sie bitte diese Beispiele und Spezifikation.

 

GDT ohne Erweiterungen ("strikt"/"gemäß GDT-Standard")

Ist es nicht möglich, einen Filter zum Importieren der Daten zu schreiben, gibt es auch noch die Möglichkeit, entweder

  • einen vorformatierten Text über das 6228 auszugeben (strikter Modus 1, Beispiele) oder
  • über die Felder 8410, 8411, 8420, 8421 die Werte zu übertragen (striker Modus 2, Beispiele).

Für den strikten Modus brauchen keine Filter geschrieben werden. Die Anbindung funktioniert bei einem auf GDT basierenden System sofort. Bei diesem Verfahren beachten Sie bitte die GDT-Spezifikation sowie von dieser Spezifikation die letzte Seite.

 

 

Laufzeitumgebung für den S04/S08: 

Um das System simulieren zu können (z.B. wenn Ihnen gerade kein Gerät vorliegt), stellen wir Ihnen gerne ein Image von der aktuellen Installations-CD zur Verfügung (Anfrage bitte per Email).

 

Laufzeitumgebung für den A09/S09: 

Mit Hilfe eines Simulators können Sie den Austausch der Dateien auf Ihrem Windows-PC simulieren. Beachten Sie bitte Abschnitt "B) GDT-Simulator software" im "GDT User Manual A09/S09".

 

Links: